Objektwelten

 

 

 

Neue Projekte 2018
 
Die Freimaurer - Österreich in Winkelmaß und Zirkel
Erstmals werden bemerkenswerte Objekte präsentiert, welche das historische und aktuelle Wirken der Maurerei erklären.
Ein Vortrag wird die Symbole, Rituale sowie die Organisationsformen der Logenbrüder beleuchten.

Fischerei im Gailtal - am 26. Juli findet der große Abend der Gailtaler Petrijünger statt; mit Vorträgen und einer Sonderschau.

Speisekammer aus der Natur - Vortrag und Ausstellung, Wildpflanzen für die Vorratskammer und als heilsame Ernährung.

Einrichtung einer öffentlichen Bibliothek - der derzeitige Archivraum wird aufwendig renoviert und neu gestaltet.

Erzählort Museumscafe: Besuchen Sie uns ... unverbindlich, unangemeldet, ... es gibt immer was zu plaudern ... wir lassen hinter die Kulissen schauen.

 

Unser wertvolles Ausstellungsobjekt, die bemerkenswerte „Lufft-Bibel“ aus dem Jahr 1541, hat ein neues Zuhause!

Durch großzügige Unterstützung der Familie Essl ist es nunmehr möglich, die Luther-Bibel sachgerecht zu präsentieren. Die neue Glasvitrine ist klimatisiert und bietet dem Buch den besten Schutz.

Das Ghm-Team mit Obmann BH Dr. Heinz Pansi bedankt sich herzlich bei der Familie Essl, an der Spitze Prof. Karl-Heinz Essl, der stets großen Anteil an der Sammlung seines Vaters und Großvaters nimmt.

 

Bierflaschen Brauerei Hermagor
1920er Jahre

Seit 1883 existierte an der Gailtalstraße (heute Reisebüro Wastian neben der OMV-Tankstelle) die
Brauerei Benjamin Jost.
Ab 1922 die Brauerei Peter Linder, 1931 verkaufte Hedwig Linder das Traditionshaus der Gösser BrauAG.

Das braune Glas ist mit Embossing (Reliefprägung) versehen. Die alten Bierflaschen sind in der Form
Weinflaschen nachempfunden und hatten einen Korkstoppel.

Schenkung: Peter Erschnig und Michael Skihar

  Pietà aus Gußstein (Fragment)
um 1400, Kalksandstein oder Pläner Kalk

Das Motiv der Pietà oder des Vesperbildes ist in der Bildhauerkunst seit dem frühen 14. Jahrhundert gebräuchlich. Die Bezeichnung Vesperbild beruht auf der Vorstellung, dass Maria den Leichnam ihres Sohnes am Karfreitag ungefähr zur Zeit des Abendgebets, der liturgischen Vesper, entgegennahm.

Die hohe künstlerische Qualität ist trotz Zerstörungen gut erkennbar. Die auffällige Haltung der linken Hand ist ein Detail, welches auch auf einem weit verbreiteten Holzschnitt aus dem Stift Lambach in OÖ (heute in der Albertina in Wien) vorgebildet ist.

Herkunft unbekannt, vermutl. Kirche Hermagor oder Kloster Arnoldstein
Syringodendron – Das ist ein Steinkern eines ca. 290 Mio. Jahre alten Siegelbaumstammes. Ein Stamm dieser Größe aus der sogenannten Steinkohlezeit ist in Mitteleuropa einzigartig. Fundort war die Kronalm (Agrargemeinschaft Siebendorferschaftsalpe Garnitzen). Im September 1983 haben Experten der Geologischen Bundesanstalt und des Naturhistorischen Museums Wien die Versteinerung geborgen; dazu war es nötig den Stein zu zerschneiden und mittels Haflingerpferden des Bundesheeres, der Gebirgsjäger Spittal, abzutransportieren (Basisdurchmesser 80 cm, Gewicht 1 Tonne).
Waschbrett – hölzernes Waschbrett mit behauener Stein(!)auflage. Nur ein Beispiel für die unbedankte, vorindustrielle Hausarbeit, welche die Frauen zu verrichten hatten.

Dieses interessante Stück aus dem Jahr 1845 war Teil der Brautausstattung von Susanne Regittnig, geboren 1828 in der Einschicht bei Weißbriach. 1847 heiratete sie nach Untervellach in das Bauernhaus Zankl vlg. Gospa, wo sie 1926 verstarb.
 

 

 Prozessionsorgel - einmanualiges Positiv um 1750

 Orgelbauer Elias Pratzer, Villach

 Orgelpositive sind Kleinorgeln, welche im sakralen Raum eingesetzt wurden. Obwohl nur vier Register, besitzt die Orgel genügend klangliche Möglichkeiten, um sowohl solistisch als auch zur Begleitung verwendet zu werden.


 Herkunft: Maria Schnee, Kötschach

Patenschaft-Projekt: Wir wollen die Orgel wieder erklingen lassen, über Patenschaften bemühen wir uns um die fachgerechte Restaurierung des bemerkenswerten Musikinstruments.

 

Genius – Bronzestatuette eines Opfernden

Er ist bekleidet mit einem bis zu den Waden reichenden Himation, das die rechte Schulter und den rechten Arm freilässt. Dieser ist weit seitwärts ausgestreckt und hält mit der Hand eine Schale, eine Patera. Die Augen sind betont groß angegeben. Er trägt eine Kappe.
Die Kappe ist ein Attribut des Vulcanus. Vielleicht ist hier ein opfernder Gott dargestellt. Die Votivfigur wird römisch datiert und verweist somit auf die lange Besiedlungskontinuität im Gailtal, vgl. etwa die Funde auf der Gurina bei Dellach.

Forellenbarsch, amphiplaga brachyptera

Man kann dieses Fossil als UR-FORELLE bezeichnen, die vor sich ca. 50 Mill. Jahren entwickelte (Eozän).
Es ist davon auszugehen, dass der Forellenbarsch als Bewohner kleiner, schnell fließender Zuflüsse nur zeitweise in Seen vorkam, eventuell nur zum Laichen. Analysen des Mageninhalts zeigen forellen-typische Nahrungsreste wie Insekten und Insektenlarven.
Fundort: Perner Quarry, Kemmerer , Wyoming/USA
Schenkung Dr. Thomas Perner

Europäische Blankwaffen aus Polen, Ungarn, Frankreich, Russland, Bayern und Österreich

Porträt eines unbekannten Bürgers

Ölbild  von Johann Bartl (1764-1837)

* Tarvis 1765, † Obervellach 1830
Sein Vater Mathias Bartl war Maler und Vergolder.

Nach Fachstudien in Graz und Wien lebte Johann Bartl im Mölltal. Er reiste viel, z. B. auch ein langer Aufenthalt in Triest. Bartl soll in 35 Jahren über 1.500 Porträts geschaffen haben.

Quelle: L.F. Hohenauer, Carinthia Nr. 49, 1830