Montag, 22 Juni 2020 07:13

Veranstaltungen im Jahr 2020 - Kultursommer-Auftakt Do. 2. Juli : Spannende Zeitgeschichte

Auslieferung der Kosaken Auslieferung der Kosaken BIK, Graz

Wir wollen Ihnen weitest gehende Sicherheit bieten,
sodass Kultur auch in Pandemiezeiten ein Genuss ist.

  • Daher möchten wir die Veranstaltungen außer bei Schlechtwetter im Freien abhalten
  • achten wir auf Abstand
  • weisen Sitzplätze durch das Personal zu
  • gewährleiten bei allen Sitzplätzen genügend Abstand
  • sichern das Buffet vor allen negativen Einflüssen
  • stellen Masken zusätzlich bei Bedarf zur Verfügung

    Denn wir wissen, dass Kultur nach Öffentlichkeit, Begegnung und Gemeinschaft verlangt.
    Nur durch Eigenverantwortung und Rücksicht machen wir Kultur  wieder erlebbar!

Damit laden wir Sie herzlichst zu unserer 1. Veranstaltung im Jahr 2020 ein:

Do. 2. Juli 2020, 19.30 Uhr
VORTRAG aus der Reihe Zeitgeschichte

"75 Jahre Kriegsende in Österreich"
Mag. Harald KNOLL
Ludwig-Boltzmann-Institut für Kriegsfolgenforschung, Graz

Der Zweite Weltkrieg endete nicht am 8. Mai 1945 in Europa. Erst nach den Atombombenabwürfen über Hiroshima und Nagasaki, mit hunderttausenden toten Zivilisten und
der darauffolgenden Kapitulation der Japaner endete dieser Weltkrieg.
In Österreich hörte der Weltkrieg nicht in allen Regionen schon am 8. Mai auf. Auf die Unterschiede des Kriegsendes in den einzelnen Bundesländern wird im Vortrag eingegangen.
Am 13. April 1945 war die erfolgreiche Eroberung von Wien durch die Rote Armee abgeschlossen. Als Adolf Hitler seinen angeblichen „Heldentod“ im Abwehrkampf in Berlin starb, wurde
die erste österreichische Regierung der Republik Österreich proklamiert.
Doch es dauerte noch beinahe zwei weitere Wochen bis auch in der Steiermark und in Kärnten die letzten Gauleiter ihre Macht zurücklegten.
Dass die Steiermark im Mai und Juni 1945 durch insgesamt fünf alliierte Truppen besetzt wurde ist bekannt.

Dass es in Kärnten zum Einmarsch von Tito-Truppen kam ist ein bis heute immer wieder emotional diskutiertes Thema. Die Briten stießen als geplante Besatzungsmacht relativ spät
auf das Gebiet Kärntens vor.
Was die wenigstens wissen: Auch Truppen der Roten Armee und auch der Ihr unterstellten 1. Bulgarischen Armee stießen über die Soboth bis in das Lavanttal vor.

Die Auslieferung verschiedenster Gruppen in das von Kriegsgefangenen und Flüchtlingen überfüllte Österreich soll ebenfalls dargestellt werden.

Mag. Harald Knoll ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Ludwig-Boltzmann-Institut für Kriegsfolgenforschung, welches in Kooperation mit dem
Institut für Geschichte der Universität Graz und der Stadt Graz steht.
Das Institut ist seit Jahrzehnten mit größeren und kleineren Projekten mit dem Land Kärnten eng verbunden.

Mag. Harald Knoll veröffentlichte gemeinsam mit dem Institutsgründer Univ.-Prof. Dr. Stefan Karner Dokumente zur Geschichte des 2. Weltkrieges.
Er erforscht und publiziert über die Themen Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter, Konflikte und Kriege des 20. Jahrhunderts.


 

Gelesen 60 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 25 Juni 2020 09:37