Samstag, 07 September 2019 14:23

Das Lesachtal

Lesachtal (Foto H. Jost), Domprobst (Foto Diözese) und Dichter (Foto Lipus) Lesachtal (Foto H. Jost), Domprobst (Foto Diözese) und Dichter (Foto Lipus) Hans Jost, Lipus, Diözese

Das Lesachtal: Ein Tal – zwei Betrachtungsweisen

Dompropst Msgr. Dr. Engelbert Guggenberger & Schriftsteller Engelbert Obernosterer

Do. 19. September 2019
19.00 Uhr

RESÜMEE: Einen sehr besonderen Kulturabend erlebten die Besucher im restlos gefüllten Vortragssaal des Heimatmuseums in Möderndorf.

Die Bergregion des Lesachtals und ihre Bewohner boten die Kulisse für sprachlich-philosophische Exkurse der beiden Proponenten. Die beeindruckend klare, bildreiche und doch ornamentfreie Prosa von Engelbert Obernosterer beschrieb die engen, zum Teil unfreien Verhältnisse seiner Erinnerung. Davon angeregt entwickelte Engelbert Guggenberger seine kulturphilosophischen Gedanken über die bäuerlich geprägten Lebensweisen und die Veränderungen bis zum gegenwärtigen Alltagsleben.
Insgesamt war es eine nachdenklich stimmende Literaturperformance, die man so noch nicht erlebt hat.



Dr. Engelbert Guggenberger geb. 1953 in St. Lorenzen im Lesachtal, besuchte das Gymnasium Tanzenberg und studierte Theologie an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom. 1978 wurde er zum Priester geweiht. Nach zwei Kaplansjahren in Gmünd wurde Guggenberger Provisor u. a. in Bad Kleinkirchheim, Pörtschach/Berg und Molzbichl und schließlich Stadtpfarrer und Dechant in Spittal/Drau. 1982 promovierte Guggenberger mit einer Dissertation über Karl Rahner. 2008 wurde er Generalvikar. Im Juli 2018 wählte ihn das Domkapitel zum Diözesanadministrator. Im Juni d. J. wurde er von diesem Amt abberufen.
Engelbert Obernosterer wurde 1936 als siebentes Kind eines Lesachtaler Bergbauern in St. Lorenzen geboren. Er besuchte das Priesterseminar Tanzenberg und arbeitete an verschiedenen Volks- und Hauptschulen des Gailtales und als Kunsterzieher am Gymnasium Hermagor. Er erhielt mehrere Literaturpreise (unter anderem zweimal das österreichische Staatsstipendium für Literatur, den Würdigungspreis des Landes Kärnten sowie den Humbert-Fink-Literaturpreis der Stadt Klagenfurt).
In seinen Werken beschreibt er den Alltag der einfachen Leute, nichts beschönigend, aber auch seine Auseinandersetzung mit der Schule und der Bildungswelt.
"Engelbert Obernosterer bringt mit wenigen Worten ein Thema auf den Punkt, wofür andere lange Herumschreiben. Diese Kürze in der Prosa sei einzigartig in der österreichischen Gegenwartsliteratur", so Mag. Katharina Herzmansky.

 

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