Samstag, 07 September 2019 14:10

Vortrag über Tiroler Auswanderer nach Pozuzo in Peru

Prof. Schabus mit Gattin, Kurt Thelesklaf und VzBgm. Leopold Astner Prof. Schabus mit Gattin, Kurt Thelesklaf und VzBgm. Leopold Astner GHM

VORTRAG Prof. Dr. Wilfried Schabus

POZUZO Bergwege und Migration
Die Geschichte einer Auswanderung von Tirolern in den peruanischen Urwald.

 

RESÜMEE: Großartiger Vortrag über Andenwege und Migrationsgeschichte im Heimatmuseum
Prof. Dr. Wilfried Schabus entführte das begeisterte Publikum mit einem faszinierenden Reisebericht nach Peru. Er zeichnete die Leidensgeschichte
der Tiroler Auswanderer nach Südamerika vor mehr als 160 Jahren minutiös nach.

Der Sprachforscher mit Gailtaler Wurzeln hat die Nachfahren der Tiroler Siedler im Andenhochland sowie in Amazonien mehrfach besucht und ist
ihre beschwerlichen Wege über Hochpässe und tiefe Schluchten selbst nachgegangen.
Daraus entstand ein einzigartiger Beitrag über die Kultur und Lebensweise der ehemaligen Emigranten mit eindrucksvollen Bildern und bemerkenswerten Tonbeispielen.

Im 19. Jahrhundert wanderten über 1 Million verarmte Mitteleuropäer nach Übersee aus. Auch viele Tiroler und Osttiroler waren bereit, ihre Heimat für immer zu verlassen. Ein für Peru tätiger Auswanderungsagent bewarb das „Goldland“ und versprach eigene Ländereien im Andenstaat. Nachfahren jener, die damals auf ihrem zwei Jahre dauernden Leidensweg über das Anden-Gebirge nicht zugrunde gingen, leben noch heute in Pozuzo.
Wilfried Schabus hat seine ersten Peru-Erfahrungen 1985 als Anden-Bergsteiger gemacht. Später hat er die Einwanderungsroute der Tiroler Auswanderer über die Anden rekonstruiert und ist diesen Weg selbst nachgegangen.

 

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